Mitglied kann man werden, indem ein Aufnahmeantrag gestellt wird und bei Aufnahme ein Geschäftsanteil sowie eine Eintrittsgebühr gezahlt werden. Nachteile gibt es nicht. Genossenschaften haben im Vergleich zu Gesellschaften nur eine anders funktionierende Struktur auf der Grundlage einer Satzung.

Die Mitglieder wählen eine Vertreterversammlung; diese wiederum den Aufsichtsrat. Über diesen Weg ist eine demokratische Mitbestimmung gegeben. Auf Antrag kann jedes Mitglied eine freie Wohnung besichtigen und anmieten.

Je nach Wohnungsgröße müssen weitere Geschäftsanteile übernommen werden. Diese verbleiben in der Wohnungsgenossenschaft und werden bei Aufkündigung der Mitgliedschaft (unter Einhaltung einer Kündigungsfrist) wieder ausgezahlt. Das ist vergleichbar mit den sonst üblichen Mietkautionen.

Unsere Satzung regelt, dass bis zu vier Prozent Dividende auf Genossenschaftsanteile ausgezahlt werden können, wenn das Unternehmen mit Gewinn arbeitet. Das ist aber immer eine Entscheidung der Vertreterversammlung. Bislang ist es bei uns und überhaupt in den neuen Ländern dazu nicht gekommen, weil wir vor allem in die Sanierung und Modernisierung unserer Wohnungen investiert haben, aber wir denken für die kommenden Jahre ernsthaft darüber nach.